Japanische Banken erforschen Interoperabilität von Zahlungen mit digitaler Währung

Große Bankengiganten in Japan haben zusammen mit der Krypto-Austauschplattform DeCurret eine Arbeitsgruppe gebildet, um die Interoperabilität digitaler Währungszahlungen zu untersuchen. In der Zwischenzeit warnen die Regulierungsbehörden des Landes die Investitionsberater davor, die notwendigen Lizenzbedingungen zu erfüllen, bevor sie ihre Dienste anbieten.

Japanische Banken erwägen Infrastruktur für digitalen Zahlungsverkehr

Laut Reuters vom Mittwoch (3. Juni 2020) hat die Studiengruppe, die von Mitsubishi UFJ Financial Group Inc, Sumitomo Mitsui Financial Group und Mizuho Financial Group Inc, zusammen mit der großen Eisenbahngesellschaft East Japan Railway und anderen Experten gebildet wurde, die Unterstützung der Bank of Japan (BoJ) und der Aufsichtsbehörde des Landes, der Financial Services Agency (FSA).

Der Think Tank versucht, Modalitäten für die Nutzung der dezentralen Ledger-Technologie (DLT) beim Aufbau einer robusten digitalen Währungsabrechnungsinfrastruktur auf Bitcoin Era zu erarbeiten. Laut einer Presseerklärung von DeCurret will die Gruppe auch einen standardisierten Rahmen für ein zukünftiges Interbank-Krypto-Zahlungsgateway schaffen. Am Ende der Studie hoffen die Teilnehmer, einen Bericht über ihre Ergebnisse herausgeben zu können.

Die Koordinierung der Gruppe soll durch den Austausch der japanischen Kryptowährung erfolgen. Nach Angaben der Kryptotransferfirma werden die FSA und das Finanzministerium die Aktivitäten der Studiengruppe beobachten. Während einer Online-Sitzung sagte ein ehemaliger Direktor der japanischen Zentralbank, Hiromi Yamaoka, der die Studiengruppe leiten wird:

„Japan verfügt über zahlreiche Plattformen für die bargeldlose Abwicklung, aber sie müssen die Verwendung von Bargeld noch überwältigen. Eine Lösung könnte darin bestehen, die Interoperabilität digitaler Währungen und der Infrastruktur zu verbessern“, so Hiromi Yamaoka, der die Arbeitsgruppe leiten wird.

Bitcoin Era in Japan nutzen

FSA warnt vor nicht lizenzierten Investitionsberatern

In der Zwischenzeit gab die FSA über ihren Twitter-Handle eine Warnung an nicht registrierte Unternehmen heraus, die illegale Anlageberatung in Bezug auf Aktien, binäre Optionen, Kryptowährungen und andere Vermögensklassen anbieten.

Die jüngste Warnung steht im Einklang mit den langjährigen Bemühungen der Aufsichtsbehörde, Investoren vor betrügerischen Machenschaften zu schützen. Im April 2020 genehmigte die japanische Aufsichtsbehörde offiziell zwei Kryptoaufsichtsbehörden, die Japan Virtual Currency Exchange Business Association (JVCEA), die seit 2018 besteht, und die Japan Security Token Offering Association (JSTOA).

Japans Finanzaufsichtsbehörden überwachen den Krypto-Raum des Landes weiterhin genau und schreiben die strikte Einhaltung der festgelegten Regeln und Anforderungen vor. Bereits im März 2019 änderten die japanischen Aufsichtsbehörden den Krypto-Margin-Handel und setzten die neue Hebelgrenze auf 2x fest. Die FSA ist auch sehr darauf bedacht, sicherzustellen, dass die lokalen Kryptogeld-Börsen strenge Sicherheitsstandards erfüllen, um eine Wiederholung des Diebstahls durch Hacker zu verhindern.